Am 17.03.2017 erschien folgende Briefmarke

2017 Hoehlenloewe EST

Der Ersttagsstempel zeigt sein Skelett.

2017 Hoehlenloewe EST

 

Der Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea) versetzte aufgrund seiner Größe und Blutrünstigkeit die Tiere in der Eiszeit
sicherlich in Angst und Schrecken. Seine Überreste wurden fast in ganz Europa gefunden und noch heute werden in der sibirischen Tundra eingefrorene Löwenjungen entdeckt. Dieses größte eiszeitliche Raubtier lebte keineswegs in Höhlen, wie sein Name andeuten mag, obwohl viele Skelettfunde gerade in Sedimenten in dunklen Höhlengängen gefunden wurden.
Der Höhlenlöwe lebte in offenen Ebenen und folgte wahrscheinlich großen Herden von Pferden, Bisons und anderen größeren Säugetieren. Seine beiden größten Konkurrenten waren der eiszeitliche Leopard und die Höhlenhyäne. Auf slowenischem Gebiet lebte der Höhlenlöwe nur in sehr warmen zwischeneiszeitlichen Epochen, in denen das Klima und die Natur der heutigen afrikanischen Savanne ähnlich waren. Die letzten Höhlenlöwen in Mitteleuropa sind schon vor 25.000 bis 15.000 Jahren v. Chr. ausgestorben. Am längsten überlebten sie
in Sibirien und Alaska, und zwar bis zum Ende des Pleistozäns. Der Höhlenlöwe rief auch bei in der Eiszeit lebenden Menschen große Achtung hervor, die sein Abbild auf Höhlenwände malten und ihn als außergewöhnliches und wunderbares Tier verehrten.
Von der Anwesenheit des Höhlenlöwen in Slowenien zeugen nur bescheidene fossile Skelettreste an sechs Fundorten. Die am besten erhaltenen Überreste wurden in den Pleistozän-Schichten in der Grotte von Postojna gefunden und gerade der auf der Briefmarke abgebildete untere Kieferknochen kommt von diesem Fundort.
Ein wenig mehr Knochen und Zähne wurden in einer verschütteten Höhle in der Nähe von Črni Kal und in einem kleineren Karstschacht bei Lesno Brdo in der Nähe von Vrhnika ausgegraben. Überreste vom Höhlenlöwen
wurden auch in der Höhle Mokriška jama, hoch oben in den Steiner Alpen gefunden.
Die übrigen zwei Fundorte sind noch die Höhle Divje babe I oberhalb des Flusstals der Idrijca und die Höhle Lukova jama im KolpaTal. Sicherlich wird sich die bescheidene Sammlung der Überreste des Höhlenlöwen
noch vergrößern, doch schon jetzt ist erkennbar, dass er im gesamten heutigen slowenischen Gebiet stark verbreitet war.
Mag. Matija Križnar, leitender Kurator, Paläontologe Naturkundliches Museum Sloweniens

2017 Hoehlenloewe FDC

Quelle: Post Slovenien Bulletin

2007 erschienen 2 Ganzsachenumschläge mit der Darstellung eines Schneeleoparden.

2007 ASE Schneeleopard 2

2007 ASE Schneeleopard 2

 

Quelle: Rusmarka

   
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